(Nüchtern) ins Stuk gehen

Ein Stempel gegen einen Euro. Irgendwas schreit mir entgegen. Ach, die Musik. Meine Schulsohlen kleben am Boden. Da fällt schon das nächste Bierglas runter. An mir stolpern nicht mehr orientierungsfähige Menschen vorbei. Die haben es mehr oder weniger klug gelöst. Wer noch nicht betrunken herkommt, sollte es schnell werden, denn dann soll das Ganze toll sein … hab ich mir sagen lassen. Tipp: Stempel früh holen, wieder gehen und gegen Mitternacht wiederkommen. stuk-leipzig.de

Ist 1990 geboren, studiert Ethnologie und Zentralasienwissenschaften an der Uni Leipzig und wird entweder erfolgreiche Journalistin oder macht einen Keksladen auf.

Veröffentlicht unter: Bitte tu das nicht!

6 Antworten zu "(Nüchtern) ins Stuk gehen"

  1. Konrad sagt:

    Was genau stört dich am StuK?
    Ich finde deine Empfehlung nicht besonders gut und auch nicht sehr aufschlussreich.
    So verbrachte und verbringe ich dort sehr viele Abende, die meisten davon nüchtern.
    Dein Beitrag spiegelt, so mein Empfinden, nicht den StuK dar, wie er in Wirklichkeit ist.
    Ich weiß nicht, wo du sonst feiern gehst, aber wo gibt es denn deiner Meinung nach gute Partys und lohnt es sich hinzugehen?
    Das der StuK komplett ehrenamtlich betrieben wird, d.h. jeder Mitarbeiter dort keinen Cent für seine Arbeit bekommt und nur aus Spaß diesen Club schmeisst, damit Gäste wie du dort hingehen und günstig feiern können, wird in deinem Text nicht mit einer Silbe erwähnt.
    Die Musik, die dich so schön anschrie, wurde und wird von DJs aufgelegt, die in vielen Leipziger Clubs zu finden sind.
    Der Boden klebt, weil Gäste ihre Getränke verschütten. Was kann der Club dafür, dass Leute nicht auf ihre Getränke achten?
    Natürlich darfst du gerne deine Meinung haben und auch äußern. Ich finde es nur schade, dass der StuK bei dir nur so einen schlechten Ruf hat.
    Konrad

    1. Dorothea Hecht sagt:

      Hallo Konrad,

      danke für deinen Kommentar.
      Wie du vielleicht gesehen hast, gehört der Text, auf den du dich beziehst, zu einem unserer thematischen Stadtpläne, in denen wir Orte in Leipzig sammeln, die eine bestimmte Sache gemeinsam haben. In diesem Fall geht es um Ratschläge für Erstsemester, die von Leipzig-erfahrenen Studenten mit einem kräftigen Augenzwinkern geschrieben wurden – und auch so gelesen werden sollten. Natürlich geht es uns nicht darum, eure ehrenamtliche Arbeit im StuK kleinzumachen. Wir sind uns durchaus bewusst, dass eine Menge Arbeit und Zeit dahintersteckt, euren Club zu betreiben. Der Beitrag beinhaltet auch keinerlei Anschuldigung an euch als Club-Betreiber, sondern gibt lediglich einen subjektiven Eindruck davon wieder, wie es ist, bei euch zu feiern. Meiner Meinung nach ist dieser Eindruck nicht falsch, und zudem raten wir unseren Lesern damit ja nicht von einem Besuch bei euch ab, sondern empfehlen nur, gewisse Umstände zu beachten. Ob die zutreffen oder nicht, darüber kann sich ja jeder selber ein Bild machen, oder?

      Beste Grüße,
      Dorothea

  2. Big L sagt:

    übrigens: ins stuk ist falsch! wenn dann in Stuk( ist schlicht eine abkürzung für Studentenkeller). ansonsten habe ich da andere erfahrungen und finde eine menge schlicht falsch oder zumindetens bösartig geschrieben.

  3. Joe sagt:

    Seriöser Journalismus ist das nicht, denn dann hätte die Autorin den (nicht das) StuK nicht nur auf den Dienstag reduziert sondern sich auch das Montagsquiz, die Lesebühne oder den Bier- und Spieleabend angeschaut. Alles andere wurde von Konrad schon gesagt.

  4. MrRued sagt:

    Also mein subjektiver Eindruck ist und bleibt, auch nach der Rechtfertigung von Dorothea, dass man besser nicht in den StuK gehen sollte. Ich kann, und ich bin ein großer Fan von spasshaften Bemerkungen, beim besten Willen nicht erkennen, dass hier ein Augenzwinkern vorhanden ist. Hier wird suggeriert: dreckig, nur betrunkene Leute und (jetzt kommt eine augenzwingernde Bemerkung, wie sie der Artikel vielleicht hätte haben sollen) oh Gott, Musik in einer Disco. Augenzwinernd? Wo bleibt denn da das kleine Lob? Denn wenn man augenzwingernd bemerkt, dann folgt noch immer ein verstecktes Lob, eine versteckte Empfehlung. Ganz im Gegenteil heißt es doch zu Beginn eindeutig :” Aber nicht alle. Sechs Dinge, die man in Leipzig (ver)meiden sollte.” Dieser Artikel ist einfach nur ein pauschalisiertes Schlechtmachen der Arbeit vieler, deren Leistung weder die Artikelschreiberin noch die Rechtfertigerin würdigt, gar erbracht hat oder von der die Autorin etwas weiß. Meine Empfehlung für Dinge, die man vermeiden sollte: den Artikel. Und etwas mehr Weitsicht für den Schaden, den man anrichtet, indem man seinen eigenen subjektiven Eindruck zur Allgemeinung erhebt, das würde ich der Autorin auch empfehlen. Frage: Was hat die Autorin bisher für andere Studenten getan, außer pauschalisierte, subjektive Empfehlungen zu erstellen? Andere Frage an Dorothea: ich kann deinen Eindruck nicht teilen, wie erklärst du die Diskrepanz zwischen deiner und meiner Aussage? Wie passt es zusammen, dass du sagst, der Eindruck ist nicht falsch und ich das Gegenteil sage? Was macht deine Aussage jetzt richtiger als meine? Wie erklärst du die hohe Gästeanzahl jeden Dienstag? Alles hirnlose Säufer? Willst Du dich soweit aus dem Fenster lehnen und einmal rundum alle Gäste derart über einen Kamm scheren? Starkes Stück ….

  5. MrRued sagt:

    Oha, journalistische Qualität zeichnet sich offenbar durch Zensur von unliebsamen Kommentaren aus. Ich bin begeistert davon – zumal hier angehende Journalisten schreiben. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man sich mit Kritik auseinandersetzt und Fragen beantwortet. Demokratisch und freiheitlich nennt man das. Herzlichen Glückwunsch.

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