Mein Leipzig lob ich mir, sagte Goethe. Und hätte wohl eine enthusiastischere Bezeichnung gefunden, hätte er seine ruckelnde und zuckelnde Pferdekutsche gegen einen stoßdämpfergeprüften Geländewagen tauschen können. Grob gesetzte Pflastersteine und bröckelnde Fassaden gehören zu Leipzig wie Lerche und Allerlei. Trotzdem kann Neu-Leipziger Klaus Kupferschmitt an den alten Steinen der Stadt genauso viel Geschmack finden wie an ihren Marzipan- und Gemüsespeisen. Eine Entdeckungsreise.


Ecke Lütznerstraße, Siemeringstraße

Lindenau ist für noch ein Gebäude gut. Von der Bauart her wirkt es etwas neuer, was aber nicht heißen soll, dass es mal wieder ein bisschen Liebe und Pflege gebrauchen könnte. Besonders bemerkenswert: die runden Erker. Wie traumhaft die auf der Innenseite aussehen müssen! Ecke Lütznerstraße, Siemeringstraße … noch weiter lesen »



Ecke Prager Straße, Platostraße

Ein riesiges Gebäude von dem man sich fast erschlagen fühlt, wenn man davor steht. Die ehemalige Behausung des Leipziger Kommissions- und Großbuchhandels trägt deutliche Spuren des Zweiten Weltkriegs. Viel kann man davon heute nicht mehr ablesen, aber dennoch bleibt das Haus Leipzig vorerst genauso erhalten wie das Schild daran. Ecke Prager Straße, Platostraße … noch weiter lesen »



Ecke Scheffelstraße, Windscheidstraße

Die Fenster sind alle noch ganz, die Fassade aber ziemlich kaputt. Traumhaft alt und bröckelig eben. Die Verzierungen sind bis heute geblieben, Ziegelsteine hinzugekommen. Oder besser gesagt: Wieder hervorgetreten. Schließlich waren sie schon vor den Verzierungen da. Ecke Scheffelstraße, Windscheidstraße … noch weiter lesen »



Lindenauer Markt

Auf der Suche nach bröckelndem Putz wirkt der Lindenauer Markt viel zu gepflegt. Doch da gibt es ein Gebäude, das ein wenig mitgenommen aussieht. Bräunlich ist es, die Balkonbalustraden schändlich vernachlässigt und auch die wichtigste Bedingung ist erfüllt: Bröckelnde Verzierungen schmücken die Fenster, deren Glasscheiben weiter oben sogar dem Holz gewichen sind. Lindenauer Markt … noch weiter lesen »



Ecke Emil-Fuchs-Straße, Lortzingstraße

Nass ist es hier und kalt. Das Wetter passt zur Stimmung: Dort, wo früher eine Straße gewesen sein könnte, klafft eine Baustelle. Das Haus dahinter hätte eine großartige Fassade, wäre es renoviert worden. Ein Mädchen steht davor und schluchzt. Sie würde nur wegen dem Haus weinen, sagt sie. Das ist ein Foto wert. Ecke Emil-Fuchs-Straße, Lortzingstraße … noch weiter lesen »