nochweiter » 25. Ausgabe, 08.10.2010

„Ich habe mich nie mehr so frei gefühlt“

Susanne Rummel hat nicht immer beim Radio gearbeitet. 1990 und 1991 war sie Redakteurin der DAZ („Die Leipziger Andere Zeitung“). Im Interview erinnert sie sich an die erste unabhängige Wochenzeitung der DDR – und besonders an das Gefühl von Freiheit. Von Claudia Laßlop und Ute König Sie gehörten zu der Gruppe, die im November 1989 „Die Andere Zeitung“ gegründet haben. Was war denn anders? Sie hieß ursprünglich Leipziger Andere Zeitung, weil es auch in Berlin eine Andere Zeitung … noch weiter lesen »



Die Leipziger Andere Zeitung – DAZ

Die DAZ erschien erstmals im Frühjahr 1990 in Leipzig und war von Mitgliedern des Neuen Forum gegründet worden. Bereits 1989 hatten sie zur Information der Menschen bei den Montagsdemonstrationen Flugblätter verteilt. Die Mitglieder der Redaktion kamen aus dem Neuen Forum, inhaltlich war die Zeitung aber unabhängig und behandelte die relevanten Th emen dieser Zeit. Aus Geldmangel erschien im April 1991 die letzte Ausgabe der DAZ. Zuerst als Beilage der DAZ erschien der Connewitzer Kreuzer, aus dem der heutige Kreuzer hervorgegangen ist. … noch weiter lesen »



Das Neue Forum

Das Neue Forum war eine der wichtigsten Bürgerbewegungen, gegründet im September 1989 und zunächst als staatsfeindlich und illegal eingestuft . Es wurde schließlich doch zugelassen und hatte den größten Zulauf innerhalb der Oppositionsgruppen. Das Forum verstand sich als Ort für den Dialog zwischen Staat und Gesellschaft mit dem Ziel der Umgestaltung der Gesellschaft . Angestrebt wurde dabei nicht der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik, sondern demokratische Reformen und Zweistaatlichkeit. Anfang 1990 erfolgte der Zusammenschluss mit anderen Oppositionsgruppen zum Bündnis 90, das später in den Grünen aufging. … noch weiter lesen »



Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Johannes Kiehl Rad ersteigern und besteigen Am Mittwoch, 13. Oktober 11 Uhr versteigert das Ordnungsamt gefundene Fahrräder auf dem Platz vor der Moritzbastei. Wer diesen Herbst noch keinen zweirädrigen Gefährten hat, könnte hier fündig werden – sofern die Konkurrenz aus der nahen Uni-Mensa nicht schneller oder spendabler ist. Etwa 100 Räder werden aufgerufen, besichtigt werden kann ab 10 Uhr 30 vor Ort. Wer sein Rad vermisst, sollte allerdings nicht so lange warten: „Ansprüche hinsichtlich der zur Versteigerung freigegebenen Fundsachen können bis zum 12. Oktober, 18 Uhr, im Fundbüro, Prager Straße 130, 04317 Leipzig und unter der Telefonnummer 123-8400 geltend gemacht werden“, teilt die Behörde mit. Die Revolution und ihre Schauplätze Metallsäulen mit Fotos und Texten sollen an die Ereignisse vor 20 Jahren erinnern, als die Ostdeutschen ihre Regierung zum Teufel schickten und sich … noch weiter lesen »



… Kontrolle ist besser.

Wieviele Prostituierte gibt es in Leipzig? Rund 500, sagt die Stadtverwaltung – davon ein kappes Dutzend illegal. Ganz sicher ist man sich aber nicht. Denn trotz der Legalisierung des Berufes im Jahr 2001 bleibt in Leipzig ein großer Graubereich – weil man auf Prepression statt Kooperation setzt. Von Claudia Laßlop, Franziska Gaube und Jonathan Fasel Die illegale Prostitution in Leipzig ist zu vernachlässigen – dennoch stehen dahinter immer Menschen mit Schicksalen. So lautet die mehr oder … noch weiter lesen »