nochweiter » 19. Ausgabe, 16.07.2010

„Dreck fressen“

Martin Endt, 28, ist Sänger der Leipziger Band Zen Zebra. Die Musik beschrieb mal einer als schöne Mischung aus Deftones und At The Drive In. Im Oktober produzieren die Fünf ihr erstes Album. Im Interview verrät der gebürtige Weißenfelser, welche Hindernisse Leipziger Bands beim Durchstarten haben. Das Gespräch führte Dirk Stascheit Was macht euren Sound aus? Wir versuchen, Musik zu machen, die zwar sehr nachdenklich ist, aber dabei nicht soft. Sie vereint Brachialität und Intimität. Wir haben nachdenkliche Passagen, es soll aber auch zwischendurch auf die Fresse geben. Ist das schon Dark? Wir sind eher auf der Post-Core-Schiene – also mehr Dreck und etwas mehr Punkrock als Dark, wenn man das so sagen will. Eure Musik hat schon etwas massenkompatibles. Ein kleines bisschen schon, ja. Es sind schon poppige Strukturen drin. Trotzdem müsste vor einem Massenerfolg einiges … noch weiter lesen »



Sozialstunden statt Sommerferien

Kommen Jugendliche mit dem Gesetz in Konflikt, dann sind Arbeitsstunden ein gern verschriebenes Mittel. Schrubber und Schwamm können zu waschechten Objekten der Läuterung werden – vorausgesetzt, die Jugendlichen nehmen die Aufgabe an. Zum Beispiel bei den Hausmeistern der LWB in Grünau. Von Cäcilia Schallwig Es ist kurz nach sieben Uhr morgens im Büro der LWB-Hausmeister in der Stuttgarter Allee. Die drei angestellten Männer, die anonym bleiben wollen, beginnen ihren Arbeitstag mit Kaffee, der schwarz ist wie die Nacht, aus der eben die ersten warmen Sonnenstrahlen verheißungsvoll kriechen, um durch die Plattenbausiedlung zu scheinen. Für Schüler eigentlich der perfekte Schwimmbadtag, schließlich sind ja Sommerferien. Nicht aber für Marcel*. Er soll heute unter Aufsicht des Hausmeisterservice der LWB fünf seiner Sozialstunden im Wohnblock 7 ableisten. „Die Aufgaben beschränken sich bei uns auf einfache Reinigungsdienste wie Unrat aufsammeln und … noch weiter lesen »



Erleuchter zur Untermiete

Die Scientology-Kirche will die Finger offenbar nicht von Leipzig lassen. Aufklärende Vereine machen es der Organisation zwar schwer, neue Mitglieder zu werben. Trotzdem gelang es einem Scientology-nahen Verein, eine Ausstellung am Brühl zu organisieren. Trotz vorangegangener Warnung verhielten sich einige Akteure erschreckend naiv. … noch weiter lesen »



Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

von Dirk Stascheit Games Convention Online 2010: Mickriges Mekka Die Games Convention Online 2010 ist Geschichte: Nach dem Wegzug der erfolgreichen Games Convention nach Köln verblieb der Leipziger Messe nur noch der Ableger für Onlinespiele. Chip Online (http://bit.ly/w19wwww2) schreibt fast weinerlich: „Die wunderschöne Stadt im Osten wurde international zum Spiele-Mekka schlechthin und ließ sämtliche anderen derartigen Veranstaltungen weit hinter sich.“ Nachdem zur Games Convention 2008 noch über 500 Aussteller kamen, waren es nun nur noch 32 Aussteller. Zu allem Überfluss war die Messe nur für Fachbesucher geöffnet. Heise Online (http://bit.ly/w19wwww1) sieht dennoch einen Silberstreif am Horizont, die erste Community Manager-Konferenz sei ein Erfolg gewesen. Klassische Beschallung auf dem Augustusplatz Freunde der gepflegten, aber nicht großartigen Open Air-Unterhaltung können schonmal die Decke in den Korb packen – ab 6. August schallt die Classic Open wieder … noch weiter lesen »