“Auf jeden Fall immer gewaltfrei”

Jens Hempel, 27, wird unter der Woche bald die meiste Zeit als Lehrer an einer Grundschule verbringen. Am Wochenende und an manchen Abenden verbringt er sie aber regelmäßig in der Leipziger Jesus-Freaks-Gemeinde. Als langjähriges Mitglied hat er auf unsere Glaubensfragen geantwortet.

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Jens Hempel Foto: Ute König

Woran glaubst du?

Ich glaube an Gott, hauptsächlich so, wie ich ihn in der Bibel kenne. An Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Woran glaubst du nicht?

Ich glaube nicht, dass man gute Werke tun muss, um zu Gott zu kommen.

Warum glaubst du?

Ich bin christlich sozialisiert durch mein Elternhaus und hab mich nach der Schule persönlich neu gefunden. Nachdem der Glauben aus meiner Kindheit abgeflaut war, hab ich mich selber wieder damit beschäftigt und ihn für mich selbst als wahr festgestellt und mir gesagt: Das ist jetzt mein Ding.

Was tust du für deinen Glauben?

Ich bete, ich lese die Bibel und ich treffe mich mit Menschen, die so glauben wie ich.

Wem würdest du deinen Glauben empfehlen?

Prinzipiell allen. Aber so, wie wir den Glauben bei den Jesus Freaks leben, passt das wahrscheinlich schon eher zu Leuten, die relativ jung und unkonventionell sind.

Was ist das wichtigste an deiner Religion?

Der Glauben. Das Vertrauen darauf, dass das so passiert ist, dass Jesus Christus für uns am Kreuz gestorben und wiederauferstanden ist.

Wurdest du für deinen Glauben kritisiert?

Nicht direkt. Man erlebt manchmal indirekte Kommentare, dass manche traditionelle Sachen zu lax gehandhabt werden. Von Seiten der evangelisch-lutherischen Landeskirche zum Beispiel. Wir feiern alleine Abendmahl und geben es aus, und das dürfte nach offizieller Kirchenmeinung nur jemand, der ordiniert und ins Amt eingeführt ist.

Wie übst du deinen Glauben aus?

Ich treffe mich mit meiner Gemeinde, wir feiern zusammen Gottesdienst, beten und studieren im Wort. Ich glaube, das Christentum ist eine Offenbarungsreligion, die sich durch die Bibel offenbart. Und deshalb ist es wichtig, die Texte zu kennen, was da drinsteht. Das Wort eben. Das ist die Grundlage für meinen Glauben. Damit kann ich gegen Theorien argumentieren, die sich aus der Bibel nicht begründen lassen.

Wie weit würdest du für deinen Glauben gehen?

Er muss auf jeden Fall immer gewaltfrei bleiben.

Danke für das Gespräch.

Dorothea Hecht lacht, wohnt, arbeitet, isst und ist gerne in Leipzig. Manchmal verlässt sie Leipzig, kommt aber immer wieder gerne zurück. Sie hat Journalistik an der Uni Leipzig studiert und dürfte sich somit ein "Dipl-Journ." vor den Namen setzen. Mag und macht sie aber nicht.

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