nochweiter » Archive

Äthiopier, Löwe und Co.

Sollte man im neuen Tierpark, den Leipzigs äthiopische Partnerstadt Addis Abeba gerade mit Unterstützung von Leipziger Zoomitarbeiter plant, Sachsen ausstellen? Eher nicht. Und doch machte Leipzigs Zoo-Gründer vor 100 Jahren ziemlich genau das mit Äthiopiern, finanzierte damit das erste Raubtiergehege. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 12. Ausgabe, 09.04.2010, Dirk Stascheit, Franziska Gaube, Geschichten, Jonathan Fasel

Editorial: Print ist tot – oder doch nicht?

Der Printjournalismus ist tot. Wie oft haben wir diesen Satz im zurückliegenden Jahr gehört. Haben für weiter Kopfschütteln geerntet. Sind von Kollegen und Freunden für verrückt erklärt worden. Nun ist weiter ein Jahr alt. Und Sie, liebe Leser, halten die vorerst letzte gedruckte Ausgabe in den Händen. Nach dieser, nach der Ausgabe 27, wandert weiter ins Netz. Ab dem 8. November wird unsere Website nochweiter.de in neuem Gewand all die Inhalte des Heftes bieten, und noch … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 27. Ausgabe, 05.11.2010, Gemein(t)

… Kontrolle ist besser.

Wieviele Prostituierte gibt es in Leipzig? Rund 500, sagt die Stadtverwaltung – davon ein kappes Dutzend illegal. Ganz sicher ist man sich aber nicht. Denn trotz der Legalisierung des Berufes im Jahr 2001 bleibt in Leipzig ein großer Graubereich – weil man auf Prepression statt Kooperation setzt. Von Claudia Laßlop, Franziska Gaube und Jonathan Fasel Die illegale Prostitution in Leipzig ist zu vernachlässigen – dennoch stehen dahinter immer Menschen mit Schicksalen. So lautet die mehr oder … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 25. Ausgabe, 08.10.2010, Claudia Laßlop, Franziska Gaube, Geschichten, Jonathan Fasel

„Wer nichts weiß, kann nichts bewegen“

Steve Hauswald gründete vor einige Wochen die „Leipzig School of Design“. Dort sollen Interessierte per Vorstudium in alle Facetten des Gestaltens hineinschnuppern – eine für Deutschland ungewöhnliche Sache. Ein Gespräch über Design, den Wert von Bildung und das Bild Leipzigs im Ausland. Das Gespräch führte Jonathan Fasel Steve, wie schreibt man deinen Nachnamen denn nun? Ich habe hier eine Visitenkarte mit der englischen Schreibweise „Housewald“ … (lacht) Das kommt aus meiner Zeit in den USA. Ich habe weltweit … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 24. Ausgabe, 24.09.2010, Gespräche, Jonathan Fasel

„Durch Zeitzonen und Schichten wandern“

Ein Trupp um den Medienmacher Cesare Stercken, 31,will ab September „3Viertel“ herausgeben. Kostenlos. Monatlich. Der Name ist Programm: Das Blatt soll in den drei Vierteln Plagwitz, Schleußig und Lindenau erscheinen. Ob das gutgeht? Eine Diskussion mit Herausgeber Cesare Stercken und dem Schreiber Volly Tanner über journalistische Arbeit. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 21. Ausgabe, 13.08.2010, Dirk Stascheit, Geschichten, Jonathan Fasel

„Gehen Sie nicht mit jedem ins Bett!“

Was für eine Frau! Friederike Rubart lebte zwei Leben: Zuerst das der braven Gattin in Hannover. Dann zog sie nach Leipzig und wurde zum Künstlervamp. Heute weiß sie, wie Männer ticken und warum 50-Jährige einfach die besseren Genießer sind. Und bringt sogar unsere Fotografin zum Erröten. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 20. Ausgabe, 30.07.2010, Dirk Stascheit, Gespräche, Jonathan Fasel

„Ich halte nicht viel von Frauenquoten“

Jana Eggers ist Geschäftsführerin der Leipziger Durchstarter „Spreadshirt“. Im Interview stellt die US-Amerikanerin klar: Frauen denken anders – und sind deswegen in Führungsebenen gefragt. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 18. Ausgabe, 18. Ausgabe, 02.07.2010, Gespräche

Kein Blick zurück

Rückwärts durch die Leipziger Innenstadt? Kann man machen. Sind wir deswegen verrückt? Passanten älteren und jüngeren Baujahrs meinten: ja. Ein normenbrecherischer Selbstversuch. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 18. Ausgabe, 02.07.2010, Geschichten, Jonathan Fasel

Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Dirk Stascheit Bestechungsversuche bei den Wasserwerken? Der Skandal um die hochspekulativen Geschäfte, die die ehemaligen Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke, Heininger und Schirmer, getätigt haben sollen, bekommt eine weitere Episode. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt nun auch wegen einer mysteriösen Spende der mutmaßlichen Vermittler aus der Schweiz an den FC Sachsen. Dessen ehemaliger Aufsichtsratschef bestätigte mittlerweile, dass Heininger 2005 eine „stattliche Summe“ aufgetrieben habe (LVZ vom 23. Juni, http://bit.ly/b5sNfS). Im Focus (Heft 26, http://bit.ly/bdUTQ7) ist derweil zu lesen, die Vermittler hätten daneben auch über 300.000 Euro für die Olympia-Bewerbung gespendet, im Jahr 2003. Die Staatsanwaltschaft werte dies als Bestechung, vermute einen direkten Zusammenhang zu den getätigten Geschäften. Für die Stadt beläuft sich das Haftungsrisiko aus den Versicherungsgeschäften auf rund 290 Millionen Euro. „Villa“ kauft sich ein Die „Villa“, das soziokulturelle Zentrum in der Lessingstraße, ist … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 18. Ausgabe, 02.07.2010, Dirk Stascheit

Die Zukunft ist weiblich

Fleißiger, kommunikativer, flexibler: Erst veränderten Frauen ihr Rollenbild. Nun mischt eine Welle gut ausgebildeter, junger Frauen die Firmenlandschaft auf. Besonders in Leipzig: Denn DDR und Wende haben tiefe Narben auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 18. Ausgabe, 02.07.2010, Franziska Gaube, Geschichten, Jonathan Fasel

Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Johannes Kiehl Wochenkarten, die zweite Der Rat der Stadt Leipzig folgt dem Antrag der FDP-Fraktion und fordert – wie schon 2005 – den Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) auf, neue Tages-, Wochen- und Monatskarten anzubieten, die ab Entwertung für den entsprechenden Zeitraum gültig sind – nicht, wie aktuell, bis 24 Uhr, Sonntag oder den 1. des Folgemonats. Gegenüber der weitgehend wirkungslosen Forderung von vor fünf Jahren legt die Stadt diesmal, dem Antrag entsprechend, noch einen Zahn zu: Tarifänderungen im Verbund müssen Stadt und städtische Verkehrsbetriebe grundsätzlich absegnen – zukünftig wollen sie das aber nur tun, wenn der MDV tatsächlich neue Zeittickets auflegt. Das aktuelle, von FDP und Stadtrat kritisierte Zeitkartenmodell soll bei der Gründung des MDV auf Wunsch der Leipziger Verkehrsbetriebe eingeführt worden sein. Da müsste es dem Verbund eigentlich leicht fallen, es … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 17. Ausgabe, 18.06.2010, Johannes Kiehl

„Endlich haben wir eine, Gott sei Dank!“

Mädchen in einer Männerdomäne: Katharina Beckemper, 39, wird die mutmaßlich erste Jura-Professorin in der Geschichte der Uni Leipzig sein. Ab Oktober wird sie für Strafrecht, Strafprozessrecht und Wirtschaftsstrafrecht berufen. Und sagt von sich: „Ich bin typisch Mädchen.“ … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 16. Ausgabe, 04.06.2010, Franziska Gaube, Gespräche, Jonathan Fasel

Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Johannes Kiehl Finanzierungsvorbehalt Wie schon vor zwei Jahren muss die Stadt Leipzig für 2010 ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen – das verlangt die Landesdirektion, und das tut sie immer dann, wenn sie ein Minus im städtischen Haushalt befürchtet. Dieses Jahr vermuten die sächsischen Haushaltswächter einen Einbruch bei den Gewerbesteuern. Im Haushaltssicherungskonzept muss die Stadt angeben, bis wann und auf welche Weise sie wieder schwarze Zahlen schreiben will. Die Stadt kann beispielsweise eine Haushaltssperre darin festschreiben. Dann werden, sobald der Haushalt ins Minus dreht, nur noch Pflichtaufgaben wie Lohnzahlungen erfüllt. Alle weiteren Ausgaben werden vertagt – auf den nächsten Haushalt. Doch 2011 und 2012 könnten die Kassen noch knapper werden: In den nächsten beiden Jahren will der Freistaat seine Zuschüsse für Bildung und Verkehr um bis zu 80 Prozent zurückfahren. Elektroantrieb Zehn weitere Hybridbusse sollen ab … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 16. Ausgabe, 04.06.2010, Johannes Kiehl

Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Johannes Kiehl Guckloch für die Blechbüchse Auf der Seite des Goerdelerrings soll in die berühmte Aluminiumhaut ein 15 mal 15 Meter großer Guckkasten eingesetzt werden. Durch das Glas wäre ein Abschnitt der ursprünglichen Jugendstilfassade zu sehen – eben der Abschnitt, den der Bauherr ohnehin erhalten muss, weil der Denkmalschutz es so verlangt. Mit dem Glaskasten-Vorschlag reagiert das Essener Unternehmen mfi auf Proteste Leipziger Bürger, die rund 1000 Unterschriften für eine Restaurierung des Jugendstilbaus gesammelt hatten. „Es ist nur Pech, dass die Fassade am Ring die geringsten Schäden hatte – während die dem Richard-Wagner-Platz zugewandte Seite nun wohl endgültig verloren ist”, sagt der Kunsthistoriker Arnold Bartetzky, einer der Protest-Initiatoren. Blau ist wieder Radio Seit Freitag vergangener Woche ist Radio Blau wieder per UKW zu empfangen. Das freie Radio aus Leipzig hat zusammen mit Radio … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 15. Ausgabe, 21.05.2010, Johannes Kiehl

Alle Wege führen zum Strom

Wie dreckige Autos gegen Elektro-Wagen tauschbar werden, beschäftigt nun die Entwicklungsteams. Ein Leipziger Kfz-Meister ist weiter, elektrifiziert Gebrauchte – allerdings ab 30.000 Euro. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 14. Ausgabe, 07.05.2010, Claudia Laßlop, Dirk Stascheit, Geschichten, Jan Kröger, Johannes Kiehl

Soziales Leipzig: Die Mutter für den Tag

Das Leben als Kleinkind muss ziemlich idyllisch sein. Das Leben der Eltern weniger, vor allem dann, wenn Krippen- und Kindergartenplätze knapp werden. Eine mögliche Alternative ist eine Tagesmutter. Ein Besuch bei Ute Züchner und ihren Zwergen gibt Aufschluss. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 14. Ausgabe, 07.05.2010, Geschichten, Helena Tsiflidis

Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Johannes Kiehl Boxenstopp für Leoliner Die Straßenbahnzüge aus Leipziger Fertigung sind deutschlandweit bekannt – Verkehrsbetriebe aus entlegenen Städten wie Mülheim-Kärlich oder Mannheim-Käfertal organisieren Betriebsausflüge zu den Leipziger Verkehrsbetrieben, um die 32 von LVB-Tochterunternehmen geschweißten Züge zu bestaunen. Doch an denen zeigen sich jetzt technische Mängel: Bei 30 der 32 Züge wurden Haarrisse an den Achsen festgestellt – die Züge wurden zwar repariert und laufen wieder, müssen aber nun alle 14 Tage überprüft werden. Sendepause für Radio Blau Seit dem vergangenen Wochenende bleibt die tägliche Umschaltung auf die freien Radios aus Leipzig, Chemnitz und Dresden aus, das Radio stumm – nach dem Programm von Apollo-Radio, das sich die Frequenz mit den freien Funkern teilen muss, herrscht Stille. Grund: Zusammen schulden die freien Radios dem Klassiksender nach dessen Auffassung 16 000 Euro Leitungsgebühren – die Freien … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 13. Ausgabe, 23.04.2010, Johannes Kiehl

„Rücksicht erzwingen“

Fahrradstadt Leipzig? Pustekuchen. Gerade einmal 14,4 Prozent der Verkehrsteilnehmer treten hierzustadte in die Pedale. Zu wenig, findet auch Torsten Schönebaum. Der Fahrradfahrer aus Überzeugung kennt die Knackpunkte. Das Gespräch führten Dirk Stascheit und Jonathan Fasel Warum Critical Mass? In der großen Gruppe durch die Gegend fahren – das hat Vorteile. Man wird sichtbarer. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 12. Ausgabe, 09.04.2010, Dirk Stascheit, Gespräche, Jonathan Fasel

Alles fließt. Wasser und Euros

Wie weiter mit Leipzigs Wasserwegen? Wie entstand die Costa Cospuda? Und wie bastelt man einen Fluss? Fragen über Fragen, wir haben – pünktlich zum Start der Paddelsaison – nachgefragt. Von Hannes Engl, Franziska Gaube und Dirk Stascheit STADT Leipzigs Wasserliebhaber kann scheinbar nichts schrecken, weder Smog noch braune Brühe. Sowohl Mitglieder des Rudervereins Triton als auch die Sportler der DHfK, die in den Sechzigern sogar ein neues Bootshaus an der Elster bauten, trotzten lange Jahre der dunklen, undefinierbaren Substanz auf Wasserbasis mit einem Schuss Phenol, die noch vor nicht allzulanger Zeit Leipzigs Flüsse hinab floss. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 11. Ausgabe, 26.03.2010, Dirk Stascheit, Franziska Gaube, Geschichten

„Eben Verwaltung, nicht Gestaltung“

Die Choreografin Irina Pauls ist in Leipzig geboren, lernte in Dresden und Leipzig ihr Metier. Nach über 20 Jahren an Bühnen in aller Welt kam sie wegen des Tanztheaters 2007 zurück in die Stadt ihrer Kindheit – und findet nicht alles rosig. Das Gespräch führten Katharina Seibt und Dirk Stascheit Warum Leipzig? Es ist nicht vorrangig die Stadt, es sind die Menschen, mit denen ich arbeite. Ohne das Angebot vom Leipziger Tanztheater (LTT) wäre ich nicht zurückgekommen. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 11. Ausgabe, 26.03.2010, Dirk Stascheit, Gespräche