nochweiter » Archive

Zu: Spät

Der Zug kommt zu spät, man rennt zum Schalter, will eine Entschädigung für die Verspätung. Dann bekommt man ein zweiseitiges Dokument in die Hand gedrückt, das man ausfüllen soll – und hinterher gibt’s dann, vielleicht, das gewünschte Geld zurück. Zustände dieser Art will die Bahn von nun an verbessern: Sie hat das groß angekündigt als „Qualitätsoffensive“. Für unseren Kolumnisten Jan Kröger ist allerdings schon klar, wofür diese Offensive sorgen wird. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Jan Kröger, Kolumne der Woche

Herbert und die Äpfel

Es begann mit einem Stück Pflaumenkuchen. Genauer gesagt: dem gefühlten 93. Stück, seit die Pflaumenbäume bei meiner Oma voll hängen. Dagegen Apfelkuchen? Ich hatte dieses Jahr noch kein Stück gegessen. Von Franziska Gaube … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 24. Ausgabe, 24.09.2010, Franziska Gaube, Geschichten

Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Johannes Kiehl Spießer im Trend 20 Fragen zum „Sinn des Lebens“ stellt das sächsische Sozialministerium über ein Marktforschungsunternehmen alle zwei Jahre an die Jugend im Freistaat. Die weitaus meisten damit erhobenen Einstellungen sind über die Jahre gleich geblieben. Doch bei drei Themen zeigt sich ein Trend: Existenzangst macht die Jugendlichen offenbar egoistischer und karriereorientierter – Sachsens Jugend verspießert. So wünschten sich in der vergangene Woche veröffentlichten jüngsten Studie „Jugend 2009“ zwei Drittel der Befragten (2001: die Hälfte) materielle Sicherheit, noch jeder zweite wollte die Welt kennen lernen (2001: zwei von drei Jugendlichen) und jede fünfte sich für ein hehres Ziel einsetzen (2001: jede dritte Jugendliche). Sozialministerin Christine Clauß (CDU) freut sich: Die Jugendlichen setzten sich aktiver mit der Zukunft auseinander und zeigten eine „von selbstbewussten Lebensentwürfen getragene Grundeinstellung“, schreibt sie im … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 24. Ausgabe, 24.09.2010, Johannes Kiehl

„Wir brauchen mehr Polizeistreifen“

Die Republik war im Urlaub, die Zuhausegebliebenen diskutierten über Sarrazins Thesen, und in Leipzigs „Problemviertel“ Volkmarsdorf drohten Anwohner mit der Gründung einer Bürgerwehr. Ihr Anlass: angeblich marodierende Sinti- und Roma-Familien. Wir waren mit dem Stadtteil-Kenner Stefan Kuhtz spazieren – und sprachen über Integration und Vorurteile im Leipziger Osten. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 24. Ausgabe, 24.09.2010, Dirk Stascheit, Geschichten

„Wer nichts weiß, kann nichts bewegen“

Steve Hauswald gründete vor einige Wochen die „Leipzig School of Design“. Dort sollen Interessierte per Vorstudium in alle Facetten des Gestaltens hineinschnuppern – eine für Deutschland ungewöhnliche Sache. Ein Gespräch über Design, den Wert von Bildung und das Bild Leipzigs im Ausland. Das Gespräch führte Jonathan Fasel Steve, wie schreibt man deinen Nachnamen denn nun? Ich habe hier eine Visitenkarte mit der englischen Schreibweise „Housewald“ … (lacht) Das kommt aus meiner Zeit in den USA. Ich habe weltweit … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 24. Ausgabe, 24.09.2010, Gespräche, Jonathan Fasel

Zu: Prüde

Papst Benedikt XVI. ist zur Zeit auf Besuch in Großbritannien. Kein einfacher Besuch, schließlich ist nur jeder elfte Brite katholisch – und viele Briten ärgern sich darüber, dass sie mit ihrem Steuergeld den Papstbesuch mitfinanzieren. Doch vor allem die Katholiken müssen blechen: Wer den Papst live sehen will, zahlt Eintritt für die Messe. Unser Kolumnist Jan Kröger findet: Das lohnt sich. Schließlich scheint Benedikt gerade in Bestform zu sein – besonders wenn es um das Lieblingsthema unseres Kolumnisten geht: Sex. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Jan Kröger, Kolumne der Woche

Zu: Lau-Michel

Thilo Sarrazin tritt zurück, ein evangelikaler Pastor in Florida will den Koran verbrennen und dann doch wieder nicht, und der Bund der Vertriebenen blamiert sich, indem er den Eindruck erweckt, irgendwie sei auch Polen schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. National gesinnte, fremdenfeindliche Menschen hatten es nicht leicht in den letzten Tagen. Aber es gibt eine Einrichtung, in der sie ihre Rückschläge verkraften können. Unser Kolumnist Jan Kröger stellt sie vor. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Jan Kröger, Kolumne der Woche

Satire: Haben Sie Angst vor Baustellen?

Nein. Wovor denn, fragen Sie sich jetzt wahrscheinlich. Aber es gibt sie: die Angst vor Baustellen. Auch in Leipzig. Lesen Sie unsere ergreifende Geschichte über eine Krankheit, die die Gefühle der Betroffenen durch den Zementmischer schickt. Ein Report von Franziska Gaube … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 23. Ausgabe, 10.09.2010, Franziska Gaube, Gemein(t)

„Keine Bauchnabelprosa“

Franziska Wilhelm ist 29 und arbeitet in der Öffentlichkeitsarbeit der Verbraucherzentrale. Nicht so spannend? Stimmt. Viel interessanter ist dagegen, was Franziska Wilhelm in ihrer Freizeit macht: Schreiben. Mit ihren Kurzgeschichten hat sie Preise eingeheimst, in der Leipziger Poetry-Slam-Szene kennt sie jeder. Jetzt schreibt sie an ihrem ersten Roman. weiter hat mit ihr gesprochen – über alles. Nur nicht über ihren Job. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 23. Ausgabe, 10.09.2010, Claudia Laßlop, Dorothea Hecht, Gespräche

Stadtgespräch: Was wichtig war und wird

Von Johannes Kiehl und Dorothea Hecht Rechte sehen schwarz Rechtsextremisten haben für den 16. Oktober zwei Demonstrationen in Leipzig angemeldet – Wunschrouten sind nach Presseberichten der gesamte Innenstadtring und die lange Strecke zwischen S-Bahnhof Plagwitz und Hauptbahnhof. Für beide Strecken steht allerdings bisher noch die städtische Genehmigung aus. Die Organisatoren wollen dieses Jahr mit Hinweisen auf die Wirtschaftskrise, die alternde Gesellschaft und die geplatzte Demo vom Vorjahr mobilisieren: „Die Krise kommt auch noch zu dir“, orakelt einer der Demo-Slogans. Zum düsteren Gesamtbild passt die Kleiderordnung: Symbole und Jacken sollen bei den rechten Demonstranten diesmal „nicht nach Antifa“ aussehen und einheitlich schwarz sein. Eine erste Gegenveranstaltung wurde für die Freifläche gegenüber des Felsenkellers durch die Vereine „Leipzig. Courage zeigen“ und Erich-Zeigner-Haus angemeldet. Städte machen Strom Acht große deutsche Stadtwerke sind tatsächlich noch städtisch, also mehrheitlich … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 23. Ausgabe, 10.09.2010, Dorothea Hecht, Johannes Kiehl

Konjunkturs Werk und VWs Beitrag

Trotz schrumpfenden Marktvolumina investiert Volkswagen kräftig in eigene Autohäuser in Leipzig. Dabei geht es manch angestammtem Händler jetzt schon an die Substanz. Von Dirk Stascheit Das Leipziger Autohaus Heil, eine Firma mit einer bis in die fünfziger Jahre zurückreichenden Geschichte, meldete im Februar 2008 Insolvenz an. Auch einige große Namen der Branche, die Mahag in München oder Kroymans in Berlin, gerieten ins Straucheln. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 23. Ausgabe, 10.09.2010, Dirk Stascheit, Geschichten