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Zu: Griechenland

In der Europäische Union wurde in den vergangenen Wochen vor allem ein Land zum Thema: Griechenland. Das Land ist hoch verschuldet, die Euro-Staaten stritten darum, ob und wie man Griechenland helfen soll. Gestern gab es eine Einigung auf dem EU-Gipfel – und damit endete wohl auch eine wochenlange öffentliche Debatte, die unser Kolumnist Jan Kröger eigentlich ziemlich interessant fand. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Jan Kröger, Kolumne der Woche

Alles fließt. Wasser und Euros

Wie weiter mit Leipzigs Wasserwegen? Wie entstand die Costa Cospuda? Und wie bastelt man einen Fluss? Fragen über Fragen, wir haben – pünktlich zum Start der Paddelsaison – nachgefragt. Von Hannes Engl, Franziska Gaube und Dirk Stascheit STADT Leipzigs Wasserliebhaber kann scheinbar nichts schrecken, weder Smog noch braune Brühe. Sowohl Mitglieder des Rudervereins Triton als auch die Sportler der DHfK, die in den Sechzigern sogar ein neues Bootshaus an der Elster bauten, trotzten lange Jahre der dunklen, undefinierbaren Substanz auf Wasserbasis mit einem Schuss Phenol, die noch vor nicht allzulanger Zeit Leipzigs Flüsse hinab floss. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 11. Ausgabe, 26.03.2010, Dirk Stascheit, Franziska Gaube, Geschichten

„Eben Verwaltung, nicht Gestaltung“

Die Choreografin Irina Pauls ist in Leipzig geboren, lernte in Dresden und Leipzig ihr Metier. Nach über 20 Jahren an Bühnen in aller Welt kam sie wegen des Tanztheaters 2007 zurück in die Stadt ihrer Kindheit – und findet nicht alles rosig. Das Gespräch führten Katharina Seibt und Dirk Stascheit Warum Leipzig? Es ist nicht vorrangig die Stadt, es sind die Menschen, mit denen ich arbeite. Ohne das Angebot vom Leipziger Tanztheater (LTT) wäre ich nicht zurückgekommen. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 11. Ausgabe, 26.03.2010, Dirk Stascheit, Gespräche

Nicht nur reden, sondern anfangen

Wenn die Gründer der Initiative „Synagieren“ von „Ideenriesen“ und „Tatenzwergen“ sprechen, erzählen sie kein modernes Märchen. Vielmehr beschreiben sie ihr Vorhaben, nicht nur über Verantwortung fürs Gemeinwohl zu reden, sondern am besten gleich damit anzufangen. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 11. Ausgabe, 26.03.2010, Claudia Laßlop, Geschichten

Zu: Plagiats-Debatte

In Leipzig findet zur Zeit die Buchmesse statt. Und die hat in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt: Für den Preis der Buchmesse wurde nämlich auch Helene Hegemann nominiert – die 18-jährige Autorin hatte jedoch weite Teile ihres Roman „Axolotl Roadkill“ wortwörtlich von einem Blogger abgeschrieben. Andere Schriftsteller wollten daraufhin eine Diskussion über das Urheberrecht lostreten, unter ihnen auch Günter Grass. Ob diese Diskussion zu etwas führt, ist noch unklar, aber immerhin macht unser Kolumnist Jan Kröger schon mal mit. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Jan Kröger, Kolumne der Woche

Zu: Äbbelwoi

Drei Wochen lang war unser Kolumnist Jan Kröger im Ausland unterwegs. Nun ist er zurück in Deutschland – und musste erstmal feststellen, dass es um eine der ältesten Institutionen unseres Landes gerade ganz schlecht bestellt ist: die Kirche. Fast jeden Tag gibt es neue Missbrauchsvorwürfe gegen katholische Priester. Und die evangelische Kirche hat wiederum ganz andere Probleme. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Jan Kröger, Kolumne der Woche

„Schwein sein, das ist heute noch viel aktueller“

Er war der Vorzeige-Ossi, sang über sein Fahrrad und wenn ihn eine Sache richtig nervt, dann sind das Nazis: Sebastian Krumbiegel ist einer der bekanntesten Leipziger Bürger. Und einer, der ungeniert den Mund aufmacht. Auch, wenn sein Gegenüber Roland Koch heißt. Das Gespräch führten Jonathan Fasel und Katharina Seibt … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 10. Ausgabe, 12.03.2010, Gespräche, Jonathan Fasel

Stadtgespräch: Was wichtig war // Was wichtig wird

Berater setzten auf Kreditwetten An den riskanten Wetten der kommunalen Wasserwerke (KWL) verdienten vor allem die Berater – 70 Prozent der Abschlussprämien flossen an eine Schweizer Beratungsfirma. Ob die Entscheider in Leipzig an den Gewinnen beteiligt wurden, ist Spekulation – Beweise dafür gibt es noch keine. Klar ist nur, dass die Kosten der Wetten, die die Gewinne um das Zehnfache übersteigen, an der Kommune hängen bleiben. Die Stadt klagt gegen drei der beteiligten Banken: Sie hätten gewusst, dass die KWL-Chefs nicht berechtigt waren, die Verträge abzuschließen. Unterirdisch schneller Zwei Großtunnels, Finne und Bibra, entstehen an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen – für die neue ICE-Strecke München-Berlin, die ab 2015 über Erfurt und Leipzig/Halle führen soll. Vergangene Woche feierten die Bauherren Bahn und Bund „Durchschlag“: den Moment, wenn sich zwei Bohrteams endlich in … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 10. Ausgabe, 12.03.2010

Hintergrund: Flach und rostrot wie Aldi-Kaffee

Hermann-Liebmann-Straße Ecke Eisenbahnstraße: Ein „D-Zentrum“. So heißt im Jargon der Stadtplaner ein Ort, an dem bis zu 10 000 Menschen regelmäßig für den kurzfristigen Bedarf einkaufen. In einem D-Zentrum gibt es einen Supermarkt, Bäcker, Fleischer, vielleicht einen Geldautomaten, eine Apotheke, einen Schuster, einen Arzt. Das 2007 erschienene „Stadtentwicklungskonzept“, ein 240-seitiges Planungswerk aus dem Rathaus, nennt das „D-Zentrum“ an der Eisenbahnstraße allerdings „besonders problematisch“: Es gebe „Defizite in der Nahversorgung“. Der Lösungsvorschlag, im Telegrammstil: „Ansiedlung Lebensmittelmagnet“. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 10. Ausgabe, 12.03.2010, Geschichten

Die Fördermeile

Hohe Arbeitslosigkeit, viel Kriminalität – dafür ist der Leipziger Osten um die Eisenbahnstraße bekannt. Doch in dem alten Arbeiterviertel tut sich etwas. Durch EU-Beihilfen wird die Eisenbahnstraße zur Fördermeile. Von Nora Gohlke und Johannes Kiehl An der Hermann-Liebmann-Straße im Leipziger Osten wirbt die Spezialitätenmetzgerei „Dr. Sehmisch“ mit auffälligen Symbolen. Zwei durchgestrichene Tierköpfe signalisieren: Hier gibt es weder Rind noch Schwein. Dr. Gerald Sehmisch hat nämlich alles andere: Gans, Strauß, Büffel und Nutria, das ist ein entfernter, aber dem Vernehmen nach schmackhafter Verwandter des Meerschweinchens. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 10. Ausgabe, 12.03.2010, Geschichten, Johannes Kiehl

Soziales Leipzig: Leben auf der Kippe

Peter Küchler konnte sich immer gerade so über Wasser halten. Ein Tiefschlag reichte jedoch aus, um sich auf der Kehrseite der Gesellschaft wieder zu finden. Ohne Hilfe wäre er in der Obdachlosigkeit gelandet. Eine Geschichte aus Lößnig. Von Helena Tsiflidis „Als die Arbeit nicht mehr da war, war alles weg.“ Es ist kurz vor Weihnachten, vergangenes Jahr. Siebzehn Jahre hat Peter Küchler für ein deutsches Versandhaus gearbeitet. Doch als das Unternehmen sich auflöst, muss auch er gehen. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: 10. Ausgabe, 12.03.2010, Geschichten, Helena Tsiflidis

Der bürgerliche Gruppenreisende

Unser Kolumnist Jan Kröger reist gerade durch die Weltgeschichte. Deswegen spricht er zur Zeit auch nicht über aktuelle Ereignisse. Stattdessen hat er sich Gedanken gemacht über das Reisen selbst: In diesen Wochen stellt er ihnen drei klassische Reisetypen vor. Den Anfang hat der weltoffene Jungakademiker gemacht – und heute geht es um: den bürgerlichen Gruppenreisenden. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Jan Kröger, Kolumne der Woche