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Zu: Weihnachten

Unser Kolumnist Jan Kröger geht jeden Freitag auf ein Thema ein, das die Nachrichten bestimmt. Es sei denn, es gibt etwas, das noch wichtiger ist. Wie Weihnachten zum Beispiel. Die Kolumne der Woche ist eine Kooperation mit dem Webradio detektor.fm … noch weiter lesen »

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Raum für Glauben

Im Herbst 2010 beginnt der Bau der neuen Propsteikirche. Dass an solch exponierter Stelle ein neues katholisches Gotteshaus entsteht, mag verwundern – schließlich leben nur 25.000 Katholiken unter den rund 500.000 Einwohnern Leipzigs. Doch ein Umzug scheint der Gemeinde St. Trinitatis unumgänglich. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Claudia Laßlop, Geschichten, Ute König

„Ich will 150 werden“

Kennen Sie Heiko Herlofson? Aber sicher: Unter dem Pseudonym Sachsen-Paule mischte Herlofson vor einigen Jahren die Pornobranche auf. Heute lebt er von Hartz IV – und schmiedet große Pläne. … noch weiter lesen »

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Mutti, was ist los mit dir?

Haben Familienangehörige oder Freunde psychische Probleme, wird der Umgang mit ihnen zur Herausforderung. In Leipzig leben mehrere Tausend Menschen in einer solchen Situation. Besonders Kinder sind davon betroffen. Doch wer redet schon mit Kindern? Auryn tut es. In der Schule ist Leon (Name geändert, die Redaktion) ein Außenseiter. Viele Freunde hat der zehnjährige Junge aus Leipzig nicht. Die anderen Kinder machen sich oft über ihn lustig. Alleine kann Leon sich aber nicht gegen ihre Angriffe wehren. Vielleicht wünscht er sich, seine Mutter würde ihm manchmal helfen. Das kann sie aber nicht, weil sie oft mit sich selbst beschäftigt ist. Das merkt Leon genau. Nur was nicht stimmt, das versteht er nicht. Seine allein erziehende Mutter hat eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Borderline bedeutet, unter einer emotional instabilen Persönlichkeit zu leiden. „Die betroffenen Personen sind oft massiven … noch weiter lesen »

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Zu: Guttenberg

In den USA bestimmt das Nachrichtenmagazin „Time“ stets den „Mann des Jahres“. Gäbe es diese Kategorie in Deutschland, einer wäre bestimmt vorn dabei: Karl-Theodor zu Guttenberg. Erst wurde er Wirtschaftsminister, dann Verteidigungsminister, vor allem aber: Deutschlands beliebtester Politiker. Zur Zeit steht er in der heftigen Kritik der Opposition: Er habe die Öffentlichkeit falsch informiert über den Luftangriff der Bundeswehr in Kundus. Doch selbst wenn – es wird ihm nicht großartig schaden, glaubt unser Kolumnist Jan Kröger. Die Kolumne der Woche ist eine Kooperation mit dem Webradio detektor.fm … noch weiter lesen »

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Die Emanzipation begann im Puff

Auf der Bühne steht eine Frau, sie hat blonde, glatte Haare und leuchtend rote Lippen. Ihre Kurven sind üppig. Vollschlank würde die Modeindustrie sagen, normalgewichtig sagen Mediziner. Sie trägt ein schwarzes Korsett, Slip, Strapse, High Heels. Ihr Becken kreist zur Musik, das Korsett fällt. Mit schwingenden Hüften wandert sie die Bühne auf und ab, kokettiert. Sie stellt ihr Bein auf einen Stuhl und löst ihr Strumpfband, immer weniger trägt sie am Leib. Die Frauen im Publikum johlen. Männer sind nur wenige da. Lady Lou, die Dame auf der Bühne, als Stripperin zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung. Die Bühne der Stripperinnen ist der Club; die Stange, um die sie tanzen, ist ihr Käfig. Sie spielen die Fantasie der Männer nach, für die Männer. Aber Lady Lou zelebriert den weiblichen Körper für die … noch weiter lesen »

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Investor statt Asylantenheim

Zentral gelegen ist das Gelände an der Theklaer Wodanstraße 17a sicherlich nicht. Hier wird das Wort „Stadtrand“ plastisch: ein paar verlassene Baracken, eine ungepflegte Wiese. Dahinter dröhnt der Verkehrslärm der A14. Ein Funkmast ragt in den Himmel. Züge rattern. Und hier sollten so schnell wie irgend möglich ein paar kostengünstige Plattenbauten hochgezogen werden, um eine Hundertschaft von überwiegend männlichen Asylbewerbern unterzubringen. So der Plan bis vergangenen Dienstag, 1. Dezember. Was war passiert? Hatte die Stadt den Gegenwind von Anwohnern unterschätzt, wie es der „Aktionskreis für die Integration von Asylbewerbern“ behauptet? Oder waren tatsächlich die vorgelegten Angebote für den Betrieb des Wohnheimes zu teuer, wie von Stadtseite offiziell verlautet? Wie dem auch sei: Während Aktivisten den Stopp in der Wodanstraße feiern, besteht eigentlich dringender Handlungsbedarf. Denn das Wohnheim sollte nicht Neuankömmlinge beherbergen, sondern als … noch weiter lesen »

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Frühlingsfest der Volksmusik

Drei Sänger, eine Querflöte, eine Geige. Mehr brauchen wir nicht, um uns auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt musikalisch mal irgendwie anders zu präsentieren. „Leise rieselt der Schnee“ war gestern – „Trariro, der Sommer der ist do“, so lautet die neue Losung. Flink packen wir unsere Instrumente aus. Der Notenständer und mein Geigenkasten werden aufgebaut. Vielleicht wirft ja jemand Geld hinein. Für unseren ersten Standort wählen wir den Platz am Bachdenkmal vor der Thomaskirche. Freudig stimmen wir zunächst „Im Märzen der Bauer“ an. Ich komme mir merkwürdig vor. Leicht irritierte Blicke einer Seniorenreisegruppe treffen uns. Egal, wir machen weiter. „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“, schallt es aus uns heraus. Ein kleines Mädchen wirft ein Geldstück in den Geigenkoffer. Hey, so schlecht können wir demnach nicht sein. Trotzdem – ich schäme mich. Frühlingslieder … noch weiter lesen »

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“Im falschen Film”

Abdi ist in Deutschland groß geworden. Als Sohn eines Äthiopiers und einer Deutschen wächst er in einer badischen Kleinstadt auf. Als sich die Eltern trennen, verschlägt es den Vater mit dem damals zwölfjährigen Abdi nach Dubai. Abdi, der nie einen deutschen Pass besessen hat, kommt mit 20 zurück nach Deutschland, macht eine Ausbildung als technischer Zeichner und lebt zehn Jahre mit regelmäßig verlängerten Aufenthaltsgenehmigungen in Süddeutschland. Mit Ende 20 kommt er schließlich mit dem Gesetz in Konflikt, wegen Betrügereien und eines Streits, wie er sagt. Er verbüßt eine Haftstrafe und landet schließlich in Abschiebehaft. „Ich dachte, irgendwo bist du hier im falschen Film“, erzählt er. „Alle in der Haft waren völlig fertig und wollten sich etwas antun. Die Polizisten, die dort arbeiten, hatten keinen Respekt vor uns und behandelten einen wie … noch weiter lesen »

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