nochweiter » Archive

Weiter zum Durchblättern

Vollbild durch draufklicken. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

Stadt ohne Kar?

Erst lastete der hohe Mietpreis schwer auf der Leipziger Karstadt-Filiale. Nun ist der Mutterkonzern Arcandor pleite – und das Schicksal des Warenhauses hängt am seidenen Faden. Von Johannes Kiehl, Dirk Stascheit und Jan Kröger Das Schicksal von Karstadt in Leipzig hängt an einem dünnem Papier. Einem Mietvertrag, der zum Jahresende gekündigt ist. Dann gibt es zwei Optionen: Entweder ist am ersten Januar ein neuer Mietvertrag unter-zeichnet; oder das Karstadt- Warenhaus in der Petersstraße bleibt ab dem zweiten Januar geschlossen. Seit der Pleite des Karstadt-Quelle-Dachkonzerns Arcandor im Juni schwankt die Stadt zwischen Hoffen und Bangen. Im Leipziger Quelle-Logistikzentrum werden noch bis Ende Februar Pakete gepackt und verschickt. Danach stehen auch die letzten 800 Mitarbeiter erst einmal auf der Straße, soviel steht mittlerweile fest. Nun geht es in der Karstadt-Filiale um hunderte weitere Jobs. Dabei sei das … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

Angriff auf das Monopol

Die Leipziger Volkszeitung ist nicht mehr allein: Seit Ende Oktober gibt es die lokale Zeitung weiter, die Sie gerade in den Händen halten. Seit Anfang November spielen Leipziger Themen auch in der „Zeit“ eine wichtige Rolle, auf den neuen „Sachsen-Seiten“. Beides stößt auf Interesse – und Skepsis. Es geht um den gewagten Angriff auf ein Monopol: Im besten Fall gelingt dabei das Anstacheln zu einem Wettbewerb um journalistische Qualität, von dem vor allem die Leser profitieren. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Gemein(t)

„Ich bin ein Kontrollfreak“

Comiczeichner, Verlagsgründer, Art Director der „besten Band der Welt“: Der Leipziger Kreativkopf Schwarwel ist ein Hansdampf in allen Gassen. Und findet deutliche Worte. Das Gespräch führte Jan Kröger Kurzbiografie auf der Seite vom Leipziger Comicfest ist: Schwarwel, Leipzig, 1968 geboren, lebt, arbeitet und stirbt in Leipzig. Woher diese Verbundenheit? Einfach mal drei Tage nach Berlin ziehen, dann weiß man, dass man nach Leipzig gehört. Was hat dir in Berlin nicht gefallen? Dieses Molochhafte, Ekelhafte, Unpersönliche. Umso mehr Menschen, umso fremder. Ich mag an Leipzig, dass es so tut, als wäre es Großstadt, aber eigentlich noch durchaus dörflichen Charakter hat. Was fehlt dir in Leipzig? Palmen oder so etwas. Und sonst? Perspektiven, die von woanders kommen müssten. Ich kann nicht einsehen, dass irgendwelche Heinis behaupten, dass es noch 50 Jahre dauern wird, bis der Osten wie der Westen ist. Das … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

Gegen die Norm: Ganz unten

weiter macht das, was man eigentlich nicht macht – wir brechen ungeschriebene Gesetze. Unsere Autorin hat diesmal beim Sonntagseinkauf Schlange gesessen. Von Dorothea Hecht Warum schon wieder? Warum habe ich bis Sonntag gewartet? Sonntags kauft ganz Leipzig bei Aldi im Bahnhof ein. Und tags zuvor war auch noch Feiertag. Heißt für mich: kein Korb mehr da, keine frische Milch, aber dafür eine Schlange bis zum Kühlregal. Korrigiere: vier Schlangen bis zum Kühlregal. Seufzen, tief Luft holen, anstellen. Oder ansitzen? Hm. Bequem ist er nicht, der graumelierte Aldi-Boden. Dafür habe ich eine spannende Aussicht: wahnwitzige Pfennigabsätze, ausgetretene Straßenläufer, halb zerrissene Chucks, Stulpen über Ballerinas, glitzernde Kinderturnschuhe, der Adidas-Klassiker im Sneakers-Look, vorbeieilende Damenstiefel – „Alles klar?“ kommt die besorgte Nachfrage vom Pärchen hinter mir. „Ja, ja“, sage ich mit Blick auf ein dreitagebartiges Kinn und große Nasenlöcher. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

Weiter zum Durchblättern

Vollbild durch draufklicken. … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

“Am Anfang hielten sie mich für rechts”

Der Mauerfall ist zwanzig Jahre her, trotzdem gibt es auch in der heutigen Studentengenerationnoch Vorurteile zwischen Osten und Westen. Zwei, die zum Studieren über die ehemalige Grenze gezogen sind, erzählen. Nils Siebert, 28, aus Mettmann studiert seit 2004 Geographie und Politikwissenschaft in Leipzig: „Als ich zum Studium nach Leipzig gehen wollte, haben viele meiner Freunde in Mettmann bei Düsseldorf dumme Sprüche darüber gemacht und angefangen, sich in einer vermeintlich sächsischen Mundart lustig zu machen. Die konnten sich nicht vorstellen, wieso man zum Studium so weit weg und noch dazu in den Osten geht. Dabei war es für mich überhaupt kein Thema, dass Leipzig im Osten liegt. Zum einen studierte ein Freund von mir schon hier und konnte mir alles zeigen, zum anderen gefiel mir die Stadt auf Anhieb. Leipzig ist unheimlich lebendig. Man … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

Die Konkurrenz mit dem Arge-Turbo

Beihilfen für Existenzgründer sollen eigentlich Einsteigern auf die Beine helfen. Doch der Schuss geht nach hinten los: Wenn das Arbeitsamt eingreift, verschärft dies oft den Preiskampf. Wie ein Betrüger sieht Lutz Berndt nicht aus. Mit seinem mausgrauen Pullover mit V-Ausschnitt wirkt der 53-Jährige eher unscheinbar. Er antwortet bereitwillig auf alle Fragen – obwohl er das Arbeitsamt um mehr als 7500 Euro betrogen hat. Nicht wegen eines Überschusses an krimineller Energie, sondern weil sich ihm die Gelegenheit förmlich aufdrängte. „Ich hatte ja keine Arbeit – und irgendetwas muss man doch machen.“ Also gab sich der Diplomingenieur ein halbes Jahr lang als Unternehmer aus und kassierte dafür monatlich 1250 Euro Gründungsgeld vom Arbeitsamt. Gegenüber der Behörde stellte er sein Gewerbe als Handel mit Telefonen und Telefonverträgen dar. Tatsächlich aber verkaufte er kein einziges … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

Fühl’ mal dieses Lied!

Wie ist es, ein Lied zu singen, ohne es hören zu können? Im Gebärdenchor beweisen Gehörlose ihr musikalisches Talent – mitunter besser als ihre hörenden Mitmenschen. Sie singen mit den Fingern, mit den Armen, mit dem Mund und mit dem ganzen Körper. Wenn sie singen, dann sieht man Hüften schwingen und Hände wirbeln. Ihre Münder formen Worte, aber ihre Stimmen bleiben stumm. Wenn die Sänger eines Gebärdenchors proben, dann kommt die Musik ausschließlich vom Band. Ihren Gesang kann man nicht hören, nur sehen. Der Leipziger Gebärdenchor „Zeichen setzen“ studiert sein Repertoire jede Woche auf diese Weise ein. Die zwölf jungen Männer und Frauen übersetzen deutsche und englische Lieder in Gebärden und setzen sie choreographisch um. Zu jeder Strophe gehört eine bestimmte Abfolge von Gebärden. Und die sollen sie möglichst synchron wiedergeben. Zur Zeit … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein

“Wissen, wo die Fahrt hingeht”

Seit 2006 sorgt sich Heiko Rosenthal, 35, von der Linkspartei als Bürgermeister und Beigeordneter um Sicherheit, Umwelt und Sport in Leipzig. Weiter fragt, wie er das macht und warum. Herr Rosenthal, Sie sind gerade einmal 35 Jahre alt und bereits Bürgermeister – eine steile Karriere. Zieht es Sie, gerade als gebürtiger Berliner, nicht irgendwann wieder in die Hauptstadt? Mir gefällt‘s sehr gut hier – sowohl in der Stadt als auch im Amt. Ich habe nicht vor, das hier aufzugeben. Warum haben Sie sich für eine Laufbahn im öffentlichen Dienst entschieden? Ein Jurastudium eröffnet viele Möglichkeiten. Meine Erfahrungen als Referendar in Anwaltskanzleien haben dazu geführt, dass ich den Beruf des Anwalts nie als Traumjob gesehen habe. Eigentlich wollte ich in die Staatsanwaltschaft wechseln. Dann ergab sich aber eine Tätigkeit im Regierungspräsidium Chemnitz und die … noch weiter lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Gespräche, Jonathan Fasel